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TTIP & CETA: Wenn Demokratie zur Ware wird…

Januar 18, 2015


Nachhaltigkeit cornelia es said No Comments

… haben wir als KonsumentInnenen die Macht – und neue Verantwortung.

 

Immer mehr Menschen wünschen sich bezahlbare, gesunde Lebensmittel. Lebensmittel, deren Herkunft sie kennen und die weder Tiere noch Umwelt unnötig ausbeuten oder schädigen. Gleichzeitig fühlen sich immer mehr Menschen von der Politik nicht adäquat vertreten und von den Konzernen hinter’s Licht geführt.

Abkommen wie TTIP und CETA dienen leider in erster Linie den Konzernen: der Verbraucherschutz wird weiter ausgehebelt, dem Einzug von gentechnisch veränderten Pflanzen Vorschub geleistet und der Weg für Unternehmen geebnet, denen es ausschliesslich um Profite und nicht um Qualität geht.

Agrardemo gegen TTIP iund CETA in Berlin: Bärchen und Bienen

Liebevoll verkleidete Bärchen und Bienen auf der Agrardemo am 17.01.2015 in Berlin

So fanden sich auf der Agrar-Demo gegen TTIP und CETA  – nach offiziellen Angaben ca. 18.000, lt. Campact sogar 50.000 – Menschen zu einem anregenden und friedlichen Spaziergang vom Potsdamer Platz zur Abschlusskundgebung vor dem Kanzleramt in Berlin ein.

Video zur Demo: Wir haben TTIP und CETA satt!

Die Demonstration wartete mit liebevoll verkleidete Bärchen und Bienen, StelzenläuferInnen, die an den Marsch der Ents aus dem Herrn der Ringe erinnern, intelligenten Bannern und Sinnsprüchen – und wohlgelaunten Menschen auf, die es einfach satt haben, wie Konsumenten- und Wahlvieh behandelt zu werden.

Agrardemo gegen TTIP iund CETA in Berlin: Ents on the move

Die Ents marschieren – gegen TTIP & CETA

Die Auswirkungen von Gentechnik sind noch nicht absehbar. Klar hingegen ist, dass sich die Abhängigkeit der Landwirte von den Herstellern der Samen, Spritz- und Düngemittel in erster Linie für deren Hersteller bezahlt macht. In den USA schrecken beispielsweise regelmässig Landwirte davor zurück, aus Knebelverträgen mit den entsprechenden Großkonzernen auszusteigen, weil sie sich die Prozesskosten nicht leisten können und die Wahrscheinlichkeit ihres Erfolgs äußerst gering ist.

  • Wollen wir, dass die Landwirte in Europa genauso abhängig werden und nicht mehr selbst entscheiden können, was und wie sie anbauen?
  • Wollen Sie regelmäßig gentechnisch veränderte Lebensmittel zu sich nehmen? Oder Ihre Kinder damit ernähren?
  • Vertrauen sie den Herstellern so sehr, dass Sie nicht mehr genau wissen wollen, was wirklich in Ihren Lebensmitteln enthalten ist?

KonsumentInnen an die Macht

Es ist ja bereits jetzt so, dass wir es selbst in der Hand haben, welchen Konzernen wir unser Geld geben. Ich lese schon seit Jahren die – meist sehr klein gedruckten und leider oft auch unvollständigen – Inhaltsangaben von Lebensmitteln. Es ist schon erstaunlich, wie viel Chemie in einen einfachen Schokocookie passt. Und wer auf seinen Cholesterinspiegel achten muss, dürfte sich von allseits verwendetem Hühnervollei zunehmend genervt fühlen. Wenn Sie sich dann noch ausmalen, wie die Hühner gehalten werden…. mir vergeht dabei der Appetit.

Agrardemo gegen TTIP iund CETA in Berlin: Todesstern TTIP und CETA, Merkel

Todesstern TTIP – auf dem Platz vor dem Kanzleramt

Das mag bei Ihnen ganz anders sein. Fakt bleibt: Sie entscheiden mit jedem Cent, wer von Ihrem Einkauf profitiert. Supermärkte interessieren sich zunehmend stärker für die Interessen und Konsumgewohnheiten ihrer BesucherInnen. Sie müssen ja nicht gleich boykottieren, schon durch bewusstes Einkaufen nehmen Sie Einfluss auf die Warenangebote der Händler. Logisch: schliesslich verdienen Händler ihr Geld damit, genau die Produkte anzubieten, die gekauft werden.

Agrardemo gegen TTIP iund CETA in Berlin: Trojanisches Pferd vor dem Kanzleramt

Trojanisches Pferd vor dem Kanzleramt in Berlin

Wenn Sie sich durch demokratische Wahlen nicht ausreichend berücksichtigt fühlen, stimmen Sie doch einfach mit den Mitteln ab, die Ihnen zur Verfügung stehen:
Ihre Konsumgewohnheiten und Ihr Geld.

Informieren Sie sich und werden Sie aktiv:

 

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